Sebalds Verhältnis zu Schumann ist ein besonderes. In Flegeljahre von Jean Paul (1805) erzählt Goldine, was sie mit Polymeter
besprach: Gefühle, sagt' er, sind Serne, die bloß bei hellem Himmel leiten, aber die Vernunft ist eine Magnetnadel, die das Schiff noch ferner führt, wenn jene
auch verborgen sind und nicht mehr leuchten, wörtlich in der Poesie zitiert.
Schumann schreibt 1827 seinem Freund Emil Flechsig, was wörtlich der ersten Strophe der Poesie entspricht
- ohne dass Schumann seine Quelle angibt.
Uwe Schütte interpretiert die Mikropoeme auf Deutsch und Englisch als Dialog, in dem nicht weniger verhandelt wird als die grundlegende Sicht auf die Welt
sowie die Rolle, welche den Gefühlen als Wegweisern durch das Dickicht des Lebens zukommt (Figurationen S. 124).
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